125. Stiftungsfest

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Bilder folgen demnächst im internen Bereich

125. Stiftungsfest – Festball

Der diesjährige Festball zum 125. Stiftungsfest unserer Marcomannia sollte etwas ganz besonderes werden. Nach langem Abwägen entschieden wir uns trotzdem für unser Marcomannenhaus.

Die 80 angemeldeten Damen, Bundesbrüder und Gäste stellten die Organisation allerdings vor eine Herausforderung, da unser Kneipsaal nicht genug Platz für alle Ballgäste und eine standesgemäße Tanzfläche bietet.

Die Lösung war die Terrasse unseres Marcomannenhauses. Diese wurde mithilfe von Pavillons und unzähligen Deko Elementen unserer lieben AH Dame Dorothee passend zum Anlass geschmückt und bot unseren Gästen bei perfekten Wetterbedingungen eine angenehme Alternative zum Kneipsaal.

Bevor der Festball eröffnet wurde, versammelten sich alle geladenen Gäste vor dem Haus für ein Gruppenfotos als Andenken an das Stiftungsfest zu machen.

Um 20 Uhr ging es dann mit einer kurzen Begrüßung endlich los. Dabei wurde nicht versäumt unserem lieben Klaus zu seinem 83. Geburtstag zu gratulieren.

Als musikalische Begleitung für den Abend spielte die Gruppe „Marcus & Doc“ und leitete den Eröffnungstanz mit unseren Erstchargierten und seiner Begleitung ein.

Für die kulinarische Bewirtung gab es ein ausgezeichnetes Fingerfood Buffet, welches den Gästen an ihren Tischen gereicht wurde.

Als Höhepunkt des Abends boten die „Zwei Herren“, namentlich Herr Gorges und Herr Meyer, zwei Ausschnitte aus ihrem Stück „Hä – [wi:bidde]?“. Ein Theaterstück schwäbischer Mundart mit extra für den Stiftungsfestball variierten Passagen.

Den Abschluss des offiziellen Programms bildete die Damenrede unseres Bundesbruders Christoph, in welcher besondere Leistungen des schöneren Geschlechtes aufzeigten. Er nannte dabei auch Verdienste im Hinblick auf die Unterstützung unserer Marcomannia in der Bundesgeschichte.

Nach dem offiziellen Teil war allerdings noch lange nicht Schluss, denn die Stimmung auf der Tanzfläche erreichte erst gerade ihren Höhepunkt und so wurden noch einige Zugaben von Musikbegleitung gegeben.

Chronik der Aktivitas – ab Reaktivierung WS2003/04

Die Marcomannia hat mit ihren 125 Jahren einige Höhen und Tiefen durchlaufen, zum Glück zählt auch die jüngere Vergangenheit klar zu unseren guten Zeiten! Vor mehr als 10 Jahren hat es unser Bund erneut, wie ein Phoenix aus der Asche, geschafft und sich im Wintersemester 2003/04 reaktiviert – mit Silvio Oehme und Florian Schneider als neue Füxe und kurze Zeit später Marcus Thierley von der GL! Alemannia Makaria Würzburg, der zur Promotion nach Stuttgart kam und als Unterstützungsbursch das Band unserer lieben Marcomannia aufnahm. Die Alten Herren zeigten Präsenz zu und außerhalb von Veranstaltungen auf dem Eiernest und luden die Aktivitas zu bester Verköstigung (fest und flüssig!) in ihre Familien oder eine der vielen feinen und auch der urigen Lokalitäten der Stuttgarter Gastronomie ein. Sie fühlten sich wieder „jung mit den Jungen“, lebten uns den Stil Marcomanniae vor und vermittelten das Korporierten-Wissen. Gerade für den Bereich des Daseins des (umtriebigen) aktiven Korpos ist ebenfalls die L! Borussia zu nennen; die Marcomannia hatte einen permanten Waffenschutz auf ihrem Haus, zwei ihrer Aktiven sowie auch ein Aktiver des Corps Saxonia Leipzig wohnten auf dem Eiernest und vor allem in den ersten zwei Semestern war dies ein guter Startimpuls für das aufkeimende Aktivenleben, das wir dann selbstbewusst, mit Marcus und den neuen Füxen, fortführten und Marcomannia in Stuttgart und darüber hinaus wieder bekannt machten.

Neben eines enormen Engagements für den Aktivenbetrieb inklusive Pauken wurden viele, viele Stunden in die Entrümpelung und Renovierung des Eiernests gesteckt – aber mit ein, zwei Bierchen und der glühenden Idee des eigenen repräsentativen Hauses als Antrieb ging das damals und geht es heute weiterhin leicht von der Hand.

Im folgenden Jahr konnten durch gezielte Keilarbeit drei weitere Bundesbrüder gewonnen werden: Holger Thiele, Niels Nielsen und Dirk Amtsberg. Marcus Thierley trug die Fuxenunterlagen neu zusammen (und jeder Fuxmajor seither dankt es ihm aufs Neue), das Chargenkarussel drehte sich schnell für die noch kleine Aktivitas (jeder durfte mehrmals an alle Chargen und für jede Charge gab es mindestens ein Amt dazu), es wurde viel gefeiert, gepaukt und zu anderen Verbindungen gereist, das Studium kam nicht zu kurz … und die schöne Zeit flog nur so dahin!

Das Wintersemester 2005/06 startete erfolgreich für die Marcomannia mit der Gewinnung eines neuen Bundesbruders, René Kaliske. Ende des Jahres machte sich die Aktivitas auf nach Würzburg, um gemeinsam mit der GL! Alemannia Makaria Silvester zu feiern, mit im Gepäck ein Keilgast namens Christian Ewertz, welcher bekanntermaßen sehr angetan von unserer Gemeinschaft war. Aus dieser Bandaufnahme entstand eine Verbindung, der noch drei weitere Bundesbrüder (Christoph Meier, Thomas Dimmig und Stefan Schommer) in den nächsten Jahren aus der Eifel folgten; auch bekannt als Neuhäuser-Riege.

Wie vorher erwähnt, wurde seit der Reaktivierung viel gefochten und viele Bundesbrüder schlugen mehr als ihre Pflichtpartien. Der SWR wollte die Marcomannia nicht direkt wieder als Vollmitglied aufnehmen, wir schauten uns daher auch im Sommersemester 2006 mit Hilfe unserer lieben und befreundeten Landsmannschaft Suevia im Karlsruher Fechtring (KFR) um und es schlugen mehrere Bundesbrüder ihre Pflichtpartien auf ordentlichen Mensurtagen.

Vor dem Start des Wintersemesters folge die alljährliche schwäbische Tradition des Wasenbesuchs mit anderen Korporationen. Der Cannstatter Wasen ist wie auch kulturelle oder sonstige Veranstaltugen ein passender Rahmen, um in der Öffentlichkeit stolz die Farben unserer Marcomannia zu tragen und zu zeigen, dass „die netten Herren Studenten“ ein fester Teil der Schwabenmetropole sind. Die Aktivitas organisiert seither jedes Jahr Tischreservierungen, welchen auch häufig jüngere Alte Herren folgen und die Aktivitas mit dem einen oder anderen Freimaß eindecken – ein Generationvertrag, der funktioniert!

Im November 2006 war ein außergewöhnlicher Höhepunkt auf dem Marcomannenhaus, unsere ersten Bundesbrüder der neuen Generation, namentlich Silvio Oehme, René Kaliske und Florian Schneider feierten ihren Studienabschluss in Form einer Diplomkneipe. Anlässlich dazu schlug Bbr. Schneider seine 5. Partie als Diplommensur mit verschärfter Annoncierung. Die Tradition der Kneipen zum Studienabschluss war damit unter den Aktiven neugeboren und findet ihre Fortführung in den alljährlichen Mottokneipen der Absolventen, z. B. U-Boot- oder Metkneipen.

Im Wintersemester 2006/07 konnte unsere Marcomannia erneut Zuwachs erfahren, Bbr. Christopher Meier nahm unser Band auf.

Die Aktivitas der Marcomannia entschloss sich vor dem Wintersemester 2007/08 wieder im Stuttgarter Waffenring (SWR) aktiv zu werden und das KFR Engagement aufzugeben. Der neuen Mitgliedschaft ließen die Aktiven unverzüglich Taten folgen und schlugen von nun an ihre Partien in Stuttgart. Seitdem ist unsere Marcomannia ein fester Bestandteil des SWR. Das Wintersemester war auch von daher ein sehr erfolgreiches, dass wir drei neue Bundesbrüder in unseren Reihen begrüßen durften, Kai Dybionka, Marcel Kröner und Thomas Dimmig.

Im Wintersemester 2008/09 stand die alljährliche Greifensteintagung in Bad Blankenburg an, diese jährte sich 2008 zum 8. Mal. Dieses Jahr ist hervorzuheben, da sich die Aktivitas stark wie nie präsentierte: Mit mehreren voll bepackten Autos wurde sich auf den Weg gemacht und das erweiterte Seminar Angebot in Form von Fecht-, Keil- oder Berufseinsteiger-Seminaren wahrgenommen. Im Laufe des Wintersemesters konnte sich die Marcomannia erneut vergrößern, unser Bundesbruder Stefan Schommer nahm das Band auf.

Das Sommersemester 2009 hatte ein ganz besonderes Ereignis aufzuweisen, unser 120. Stiftungsfest mit einer gefestigten Aktivitas. Dieses wurde mit dem passenden Rahmen des Alten Feuerwehrhaus und in Anwesenheit der Chargierten der Stuttgarter und befreundeter CC-Verbindungen zelebriert. Die Keilaktivitäten waren 2009 sehr erfolgreich und so begrüßten wir im Wintersemester drei neue Bundesbrüder, Tom Schneider, Christoph Wieske und Oliver Lubinus. Diese fanden sehr bald Gefallen am Verbindungsleben und wurden ein fester Bestandteil der Aktivitas. Besonders diesen Dreien ist ihr erster Pfingstkongress in Coburg im Sommersemester 2010 in Erinnerung geblieben. Zur Freude der Aktivitas organisierten sich einige Alte Herren, um in Coburg mit großer Mannschaft einzufallen und die jüngeren Bundesbrüder tatkräftig zu unterstützen.

Im Sommersemester 2011 unternahm die Aktivitas eine Aktivenfahrt nach Berlin. Diese war organisiert vom damaligen Fuxmajor Stefan Schommer und neben einigen erfahrenen Bundesbrüdern waren unsere beiden neuen Aktiven, Johann Günter und Julien Dittbrenner, mit dabei. Das Ziel war ein Besuch unseres Freundschaftsbundes L! Thuringia und die Aufnahme neuer Kontakte zwischen unseren beiden Bünden; wie man in den folgenden Jahren gesehen hat, durchaus erfolgreich. Das Sommersemester endete in Karlsruhe bei unserem anderen Freundschaftsbund, der Landsmannschaft Suevia, mit einer gemeinsamen Kreuzkneipe.

Der Zeitraum vom Sommersemester 2011 bis zum Sommersemester 2012 war für die Aktiven in fechterischer Hinsicht sehr erfolgreich, da ungewöhnlich viele Mensuren geschlagen wurden. Zum einen aufgrund der breiteren Basis der Aktivitas und zum anderen durch die ausgeprägte Fechtbegeisterung der jüngeren Bundesbrüder, die zunehmend Lustpartien nach ihren Bestimmungsmensuren fochten.

Im Wintersemester 2011 konnte ein neuer Rekord in der Keilarbeit aufgestellt werden, vier neue Bundesbrüder bereicherten unsere Reihen: Nils Dettner, Volker Haase, Michael Morfopoulos und Michael Kuzev. Den Abschluss des Semesters markierte eine Kreuzkneipe mit der GL! Alemannia Makaria Würzburg auf unserem Marcomannenhaus.

Das Sommersemester 2012 bot einen Höhepunkt in Karlsruhe, unsere liebe und befreundete L! Suevia feierte ihr 150. Stiftungsfest zu dem wir mit der gesamten Aktivitas und einigen Alten Herren anreisten. Der feierliche Kommers wurde unter anderem von unseren Chargierten begleitet. In der zweiten Jahreshälfte stand nun ein besonderes Ereignis auf dem Marcomannenhaus an, das 50jährige Jubiläum des Eiernests. Dieses zeigte unsere Konstante in neuem Glanz nach zahlreichen Renovierungen, bei denen auch die Aktivitas stark mithalf. Das Wintersemester war auch für unsere Mitgliedszahl erfolgreich, da wir Fabian Escher und Silvio Schäfer in unseren Reihen begrüßen konnten.

Das Sommersemester 2013 war geprägt vom aufblühenden Verhältnis zu unserem Freundschaftsbund Thuringia. Nachdem Bbr. Tom Schneider im Sommersemester 2012 nach Berlin gewechselt war, konnten wir die Verbindung nun vertiefen. Neben einer Fahrt zu einer Fechtfolge der Thuringia, auf welcher auch Bbr. Ewertz sekundierte, erfolgte der offizielle Besuch zum 145. Stiftungsfest. Nach diesen ereignisreichen Besuchen starteten die Planungen für ein Freundschaftswochenende in Stuttgart im Sommersemester 2014. Ein weiterer Höhepunkt war das 150. Stiftungsfest der GL! Alemannia Makaria, welches auf der Festung Marienberg in Würzburg gefeiert wurde. Im Wintersemester 2013 nahm Lukas Möde unser Band auf und ist damit unser neustes Mitglied in der Aktivitas. Wie den Autoren bekannt, hat der XX pflichtgemäß schon einmal neues Fuxenband nachbestellt.

 

Als Fazit der letzten 10 Jahre Aktivenzeit bei unserer Marcomannia kann man einen Lebensabschnitt sehen, den jeder unserer Bundesbrüder nicht missen möchte. Wer denkt nicht gerne an einen feucht-fröhlichen Abend auf einer Kneipe oder der Feuerzangenbowle (Pfeiffer mit drei F!), an die alljährliche Kanufahrt, organisiert von unserem lieben Coco, ans „Versacken“ in der Kellerkneipe, ans Grillen auf der Terrasse und im Garten, an Aufenthaltsraum und Tresen (was dieser an Geschichten erzählen könnte), an den kühlen Paukboden und feurig geschwungene Klingen, an Freundschaften, die über das Studium hinaus bestehen, an das Zusammenleben auf dem Eiernest, an die Gemeinschaft, die Unterstützung und Aufmunterung aber auch wenn nötig ernste Worte im studentischen Findungsprozess, an eine verdammt gute Zeit, an uns Bundesbrüder – im Geiste, Herzen und Glase vereint… an GRÜN – WEISS – VIOLETT!

Die Aktiven konnten neben dem Leben auf dem Haus auch Freundschaften zu anderen Bünden stärken, welche in einigen Doppelbändern besiegelt wurden: Bbr. Florian Schneider bei Landsmannschaft Concordia, Bbr. Ewertz bei Turnerschaft Alt-Württemberg, Bbr. Tom Schneider bei unserer lieben und befreundeten Landsmannschaft Thuringia und Bbr. Kaliske bei der GL! Alemannia Makaria.

Nach einer schwierigen Zeit können wir mit Stolz sagen, dass wir unser wieder als aktive Verbindung im Coburger Convent über die letzte Dekade zurückgemeldet und uns dort auch einen Namen gemacht haben – ein vivat, crescat, floreat Marcomannia in aeternum!

 

gez. Christian Ewertz Z! Z!, Florian S. Schneider Z! Z!

 

Stammbaum WS201314