Coburg SS19

Zum Anlass des 151. Pfingstkongress des Coburger Convents hat sich die Aktivitas der L! Marcomannia mit iaBiaB und dem AHV auf den Weg nach Coburg gemacht. Dieses Jahr wurde mit einer verehrlichen Landsmannschaft Borussia zusammen die Fahrt angetreten. Nach mehreren Staffettenstops und durchwechseln der Mitfahrer erreichten wir nach stattlichen 7 Stunden endlich unbeschadet, wenn auch etwas zu sehr erheitert, das Ziel.

In Coburg angekommen haben die Mitgereisten das zugewiesene Klassenzimmer einer Coburger Schule bezogen und die jeweiligen Schlafplätze vorbereitet. Daraufhin wurde gemeinsam der Marktplatz in Coburg aufgesucht. Dort wurde das eine oder andere Bier mit den unterschiedlichsten Verbandsbrüdern getrunken und Gespräche geführt. Die ersten CoBras durften bei dem ganzen Treiben natürlich nicht fehlen.

Der Samstag begann mit Fußball unter strahlender Sonne. Wie auch dieses Mal wurde das Team der L! Marcomannia durch Aktive der Gründungslandsmannschaft Alemannia Makaria Würzburg unterstützt. Die “MarcoMakaria” Kombination musste sich leider nach heftigen Ballwechsel und der ein oder anderen Verletzung leider geschlagen geben, einem Organisatorischen fehler zufolge wurden wir nach 10 Minuten einzug in die nächste Phase, schlussendlich doch aus dem Turnier genommen. An dieser Stelle sollte aber nochmal unser epochales Spiel gegen die Turnerschaft Munichia Bayreuth erwähnt werden. Diese wussten nicht mit was für einer brachialen Spielgewalt die “MarcoMakaria” das Spielfeld dominierte, bis sie schlussendlich doch sichtlich beschämt das Feld räumen mussten. “Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht was sie tun.“

Während der Sportveranstaltungen fanden natürlich auch die Sitzungen Statt.
Mit einer deutlichen Mehrheit von Zweidritteln hat der CGC den Antrag auf eine Verkürzung des Pfingstkongresses um einen Tag abgelehnt. Der Antrag und seine Begründung waren nicht neu – ebenso die Gegenargumente.

Ein weiteres ernstes Thema auf den Conventen waren die Ereignisse aus dem letzten Jahr, bei dem ein Verbandsbruder einem anderen auf der Herrentoilette des Hofbräuhauses in Coburg den Hitler-Gruß gezeigt haben soll. Zu dem unmittelbaren Vorfall und den in diesem Zusammenhang entstandenen ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen dem Vorstand und dem Rechtsanwalt des Beschuldigten, ebenfalls ein Verbandsbruder, gab Verbandsbruder Boethel als neutraler Berichterstatter eine Zusammenfassung der Ereignisse ab. Darin führte er die Ergebnisse seiner eigenen Untersuchung vor dem Convent aus. Für die weitere Behandlung des Vorfalls verwies er auf die anhängigen Verfahren vor dem Ehrenrat. Im Anschluss hatten die anwesenden Verbandsbrüder noch Gelegenheit Fragen zu dem Sachverhalt zu stellen oder ihn zu kommentieren.

Der Vorstand des AHCC erklärte, dass die Ereignisse im Coburger “Münchener Hofbräu” trotz Einstellung des Verfahrens von seiten der Justiz im Verband fortgeführt werden. Klar sei nur, dass der damals beschuldigte Verbandsbruder erwiesener Maßen zum Zeitpunkt nicht in Coburg war und daher nicht Täter sein kann. Auch sei der betroffene Bund aufgefordert, aktiv an der Aufklärung mitzuarbeiten.

Nach dem Sport ging es dieses Jahr nicht wie gewohnt zum Coburger Volkslauf über. Dieses Jahr wollte die Aktivitas einmal die Seßlacher Luft schnupper. Bei kühlen Bier, leckerem Essen und dem ein oder anderen Fehlkauf auf dem Flohmarkt, wurde dort ein schöner Tag verbracht.

Der alljährliche Höhepunkt des Pfingstkongresses ist, ohne wenn und aber, der Montag, wenn auch nicht gleich sehr einfach zu bewältigen. Zum Totengedenken am Kriegerdenkmal wurden wir mit wunderbarem Wetter gesegnet. Nach einer Rede eines Alten Herren der diesjährigen Präsidierenden, einer sehr verehrlichen Landsmannschaft Cimbria Freiburg wurden den Vertriebenen, Vermissten und Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges gedacht.

Das Zelt für den Festkommers war wie jedes Jahr wieder voll belegt, so konnte man sicher einer harmonischen Kommersstimmung nicht entziehen und trank mit neuen, sowie alten Bekanntschaften. Der Begriff der Freiheit ist Teil der Grundwerte des CC, „Ehre, Freiheit, Freundschaft, Vaterland“. Diesen Begriff der Freiheit aus Sicht des Verbindungsleben, haben die Präsidierende auch als Vorbild in der Zivilgesellschaft vorgestellt. Freiheit ist nicht nur eine Abgrenzung etwas nicht tun zu müssen, sondern auch zum Wohle der Gemeinschaft freiwillig Verantwortung und Aufgaben zu übernehmen – ohne seinen Willen anderen zu aufzudrängen und die Freiheit des anderen, anders Denkenden zu beschneiden.

Der Fackelzug, welcher direkt im Anschluss zum Festkommers stattfand, führte uns wie immer zum Marktplatz wo das Gedenken an die deutsche Einheit den 151. Pfingstkongress beendete.

Enttäuschend war dieses Jahr die Beteiligung der Gegenbewegung, mit nur einer Hand voll Demonstranten und außerordentlich schlecht recherchierten unwahrheiten wurde an einer Kurve zur vernichtung der Burschenschaften des CC´s aufgefordert, dies störte aber keinen da ja keinerlei Buxen anwesend waren. Erwähnt werden sollte noch der Einsatz von einer in Coburg neuen Gruppierung “Die Partei” welche ihre satirischen hintergrund den Rücken kehrte und versuchten sich bei der Antifa einzubringen, selbstverständlich ohne erfolg.

In diesem Sinne freut sich die Aktivitas auf den 152. Pfingstkongress, welchen wir hoffentlich mit vielen Alten Herren gemeinsam feiern werden.

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