147. Pfingstkongress in Coburg
Im Verlaufe des Freitages verließ die Aktivitas der Marcomannia in drei Autos, jeweils mit einem Kasten Bier bewaffnet, das Haus. Das erste Auto machte sich mit Volker, Marcel und Oliver um circa 11 Uhr auf den Weg. Etwas später folgten Haohuy, Giulio, Matthias und unser Spähfux von der AG Sonderbund Marcel Abele. Gegen Abend zogen dann schließlich noch Nils, David und AH Ewertz los. Schon früh startete der Bierkonsum adH. Sobald man dann den zähen Verkehr im Stuttgarter Raum überwunden hatte, ging die weitere Fahrt zügig und feuchtfröhlich voran. Die Folge war, dass einige Bundesbrüder ziemlich angeschlagen das Ernestinium erreichten und sichtlich Mühe hatten ihr Quartier einzurichten, beziehungsweise sich umzuziehen. Häufiges Zitat von aF Meyer an diesem Abend:“Hey ich bin so fertig, Alder“. Als diese erste Hürde jedoch gemeistert war, machten wir uns nach und nach auf den Weg zum Coburger Marktplatz wo wir dann auch AH Ewertz trafen. Dort probierten die Fuxen ihre erste Cobra wobei sich aF Meyer überall mit Senf bekleckerte (Krawatte, Hose, Jacket, Mütze vorne UND hinten) und dafür den Spitznamen „Dr. Senfproblem“ verpasst bekam. Zur Erklärung: Dr. Saufproblem ist ein Musikkünstler, der Songs über das Verbindungsleben verfasst, zu finden auf Youtube. Nach ein paar gemeinsamen Bier verloren wir uns gegenseitig und nach und nach fand jeder seinen Weg ins Ernestinium.
Am Samstag morgen scheuchte aB Lubinus die bekaterte Marcomannia aus ihren Betten, denn das Fußballturnier stand an. Wir schlüpften in unsere Trikots und dann ging’s ab zum Sportplatz. Jeder durfte mal aufs Feld, aber schließlich beschränkte sich unsere Aufstellung auf die wenigen die auch einigermaßen Talent am Ball zeigten. Der Rest betrank sich am Spielfeldrand und wartete auf ihren Einsatz um bei einem Tortreffer den „Kranich“ zu zelebrieren. Dabei rannten alle Marcomannen auf den Platz, sprangen wild durcheinander und machten Flügelbewegungen mit ihren Armen. Alle Zuschauer waren begeistert von diesem filigranen Schauspiel. So gut auch unser Torjubel war, reichte unsere Leistung am Ball nicht um nach der Vorrunde weiterzukommen. Der Frust saß tief und so ärgert sich Haohuy noch bis heute, dass er dreimal am leeren Tor vorbeischoss. Die Zeit bis zum Volkslauf vertrieb man sich dann entweder mit Schwimmbad oder einem friedlichen Nickerchen auf dem Rasen. Vor allem Volker nutzte die Gelegenheit für einen ausgiebigen „Bubu“, wie er es so schön nannte. Dabei stieß dann auch unser X Michael Kuzev zu uns. Gegen Nachmittag verließen wir dann den schlafenden Volker und starteten beim Volkslauf um die Coburg. Schnell verloren sich die teilnehmenden Marcomannen aus den Augen. Jedoch ließ keiner sich die Gelegenheit entgehen auf der Strecke am mobilen Presstisch ein Schnellen zu trinken. Als erster Bundesbruder erreichte dann aF Meyer das Ziel (um die 45 Minuten) und stellte damit seine dynamische Überlegenheit gegenüber dem restlichen Fuxenstall zur Schau. Nur knapp verfehlte aF Purino die angesetzte Zeitmarke von einer Stunde (eine Stunde und eine Minute). Etwas später erreichten dann aF Nguyen und danach aF Bereska das Ziel. Spätabends gingen wir dann ins Coburger Brauhaus und ließen uns die bayrische Küche schmecken. Dort kam dann auch Vbr Bleyler von der TAW zu uns. Das Bier floss in Strömen, was vor allem an den vielen Freibier durch unsere Altherrenschaft lag. Vielen Dank hierfür nochmal im Namen der Aktivitas. Die Spenden haben uns sehr gefreut. Gegen ein Uhr verließen wir dann den Markplatz um im Ernestinium unser Unwesen zu treiben. Dort wurden noch einige Biergefechte ausgetragen und aB Haase ging der GL! Alemannia Makaria nochmal kräftig auf die Nerven, als er laut ihr Lager aufsuchte um die Schlafenden zum Trinken zu begeistern. Doch dies misslang und er wurde nach einiger Zeit nicht ganz gewaltlos hinausbefördert. Die Marcomannia wanderte noch lange die Flure entlang und bis der letzte ins Bett ging wurde es auch schon hell.
Am Tag darauf mussten wir dann wieder früh aufstehen für den zweiten Teil des Sportprogramms: Leichtathletik. Diesmal hielt sich jedoch die Trinkbegeisterung in Grenzen. Jeder absolvierte mindestens seine Pflichtsportart oder noch mehr. Dabei holten Haohuy und Oliver Gold beim Hochsprung (beide 1,70m) und Haohuy zudem Bronze beim Kugelstoßen. Damit war die Sportlerehre der Marcomannia wieder hergestellt. Nun ging’s ab ins Coburger Schwimmbad. Nach vergnüglichem Planschen machten wir uns nach und nach wieder auf den Weg ins Ernestinium. Am Abend gingen wir dann wie üblich wieder auf den Marktplatz.
Als wir Montagmorgen aufstanden sah das Wetter noch ganz passabel aus. Doch sobald wir den Platz von dem aus die Chargierten zum Ehrendenkmal zogen erreichten, regnete es in Strömen. Während andere Bünde schon das Weite suchten trotzten wir dem Regen und nahmen am Gottesdienst teil. Später gingen wir noch gemeinsam Essen, nachdem wir im Festzelt die Anweisungen über den Ablauf des Abends erhalten hatten. Am Abend setzten wir uns beim Kommers zu den Alemakken. Der anschließende Fackelzug war auch sehr schön. Doch auf halber Strecke setzte der Regen wieder ein und um circa 12 Uhr als alles zu Ende war, wollten wir nur noch nach Hause. Spätnachts erreichten dann alle Aktiven das Haus.